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Wenn Essaouira weitläufig als einer der bezauberndsten Orte an der marokkanischen Atlantikküste angesehen wird, dann verdankt es dies einem gemäßigten Klima, das kaum von Monat zu Monat wechselt, der Wärme und Offenheit seiner Einwohner, seinem architektonischen und kulturellen Erbe und – vielleicht mehr als allem anderen – der einzigartigen Atmosphäre, die in seinen Straßen herrscht, wo Fischer, Einheimische, marokkanische und europäische Touristen, Händler, Handwerker, Musiker und Künstler jeder Art zusammenkommen, um ihre Arbeiten, ihre Ansichten und ihre Freundschaft zu teilen, so wie sie es nun schon seit Hunderten von Jahren tun.
Seit einiger Zeit erlebt Essaouira nun schon einen Boom im Tourismus, unterstützt durch regelmäßige Flüge von wichtigen Zielen aus aller Welt. Essaouira entwickelt sich schnell, während es vorsichtig die Kombination aus reflektierender Schönheit und jugendlicher Energie aufrecht erhält, die die Menschen wieder und wieder zurück in unsere Stadt ziehen.
In Essaouira befindet sich ein klassischer europäischer „GrandPlace“, schön erhaltene Wälle und Marinebefestigungen, einer der schönsten verbleibenden befestigten Hafen der Welt und eine Vielzahl historisch interessanter Monumente, die von Figuren wie portugiesischen Entdeckern des sechzehnten Jahrhunderts oder Orson Welles und Jimmy Hendrix hinterlassen wurden. Seine Architektur ist harmonisch und dennoch abwechslungsreich, zur gleichen Zeit sein französiches, portugiesisches und berberisches Erbe darstellend. Historische Gebäude stehen direkt neben preisgekrönten Designs des zwanzigsten Jahrhunderts und so ist Essaouira, ebenso wie Marokko generell, voller Kontraste. Seine beeindruckenden Wälle und mit Kanonen besetzten Mauern, die ruhige gewundene Straßen einschließen, Moscheen direkt neben Kirchen und Synagogen; und nur Minuten von den brechenden Wellen des Meeres entfernt findet man die vielen großartigen Riads mit ihren ruhigen Innenhöfen, die wie im goldenen Zeitalter marokkanischer Fliesenkunst und Holzbearbeitung restauriert wurden.
Fotoalbum Panorama-Ansichten Lage
Essaouiras Geschichte beginnt im siebten Jahrhunder vor Christus, als die Phönizier die Insel Mogadors als Zwischenhalt auf ihren Seewegen in Richtung Äquator nutzten. Viele Jahre später gründete Juba II, der König von Mauretanien, hier eine Farbenfabrik, um die Purpurfarben zu produzieren, die so stark vom wohlhabenden Römischen Reich nachgefragt wurden. Im 15ten Jahrhundert kamen die Portugiesen mit Heereskraft an und gründeten das, was einmal eine der drei wichtigsten Basen ihres expandierenden maritimen Reiches werden sollte. Obwohl die Stadt für einige Zeit von dem Saadischen Sultanat besetzt war, war es Alaouite Sultan Sidi Mohammed Ibn Abdallah, der in den 1760ern Essaouira von einem unbekannten Ort in eine offene Handelsstadt verwandelte, die Kaufleute, Gelehrte und ausländische Bevölkerungen, u.a. viele Christen und Juden, anzog. Zu dieser Zeit geschah es auch, dass der Sultan den französischen Architekt Théodore Cornut mit der Planung und Befestigung dieser neuen Stadt betraute, dem ein Großteil von Essaouiras andauernder Bedeutung und Anmut zuzuschreiben ist.

Essaouira, damals als Mogador bekannt, war Jahrhunderte lang ein Handelszentrum zwischen Timbuktu und Europa, durch das fertig verarbeitete Güter in Richtung Süden flossen im Austausch für afrikanisches Salz, Gewürze, Zucker, Federn und Gold. In der jüngeren Vergangenheit waren die Austausche eher kultureller Natur: in den 1950er Jahren drehte Orson Welles das berühmte Werk „Othello“ in Essaouira und Skala.
Essaouira, damals als Mogador bekannt, war Jahrhunderte lang ein Handelszentrum zwischen Timbuktu und Europa, durch das fertig verarbeitete Güter in Richtung Süden flossen im Austausch für afrikanisches Salz, Gewürze, Zucker, Federn und Gold. In der jüngeren Vergangenheit waren die Austausche eher kultureller Natur: in den 1950er Jahren drehte Orson Welles das berühmte Werk „Othello“ in Essaouira und Skala.
   
Vor nicht allzu langer Zeit hat eine andere Gruppe Essaouira entdeckt: die Windsportler und Surfer, die von den großartigen Wellen angezogen werden, die unaufhaltsam an der Küste von Moulay Bouzerktoun bis runter nach Sidi Kaouki entstehen. Kite-, Wind- und Boardsurfer haben ihr eigenes Essaouira, ein entspanntes Paradies das ganze Jahr über, das sie „windige Stadt, Afrika“ genannt haben. Ausserdem ist Essaouira nun wiederum eine internationale Kreuzung, da sich zahlreiche Ausländer in unsere Stadt verlieben und sehr genau die alten Heime von Kasbah restaurieren, neue Restaurants und Hotels eröffnen, die europäische Sensibilität mit Achtung für das marokkanische Erbe kombinieren und Essaouira zu einem wahrhaft speziellen Ort machen, um hier Tage, Wochen oder Jahre zu verbringen.